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Neues Kitten: Was füttern in den ersten Monaten

· 4 Min. Lesezeit

Ein neues Kitten bringt erstaunlich viel Gepäck mit für etwas, das ein Kilo wiegt: ein Körbchen, einen Kratzbaum, drei Spielzeuge, die es ignorieren wird, und sehr feste Ansichten zum Futter. Hier steht, was in den ersten Monaten in den Napf gehört und was nicht.

Tag eins: dasselbe Futter beibehalten

Bevor dein Kitten einzieht, frag die Züchterin, den Züchter oder das Tierheim genau, was es bisher gefressen hat: Marke, Rezept, nass oder trocken, und wie viele Mahlzeiten am Tag. Kauf eine kleine Menge desselben Futters.

Der Umzug ist für ein Kitten ein großes Ereignis. Neue Gerüche, neue Menschen, keine Geschwister mehr. Am selben Tag auch noch das Futter zu wechseln, bringt zusätzliche Unruhe, und meistens beschwert sich zuerst der Magen. Lass in der ersten Woche alles gleich und stell danach langsam um, wenn du willst.

Warum Kitten anders fressen

Ein Kitten wächst schnell. Im ersten Jahr kommt es von ein paar hundert Gramm auf sein Erwachsenengewicht, und der größte Teil davon passiert in den ersten sechs Monaten. Um Muskeln, Knochen und Organe aufzubauen, braucht ein Kitten pro Kilo Körpergewicht mehr Energie und mehr Protein als eine erwachsene Katze, dazu das richtige Verhältnis von Mineralstoffen wie Calcium und Phosphor.

Deshalb gibt es Kittenfutter, und deshalb lohnt es sich. Futter für erwachsene Katzen ist nicht gefährlich, aber es ist nicht für einen wachsenden Körper gemacht. Achte auf Futter mit der Angabe „Alleinfuttermittel“ und „für Kitten“ oder „für alle Lebensphasen“: Dann deckt das Rezept allein alles ab, was ein Kitten braucht.

Wie viele Mahlzeiten am Tag?

Der Magen eines Kittens ist klein, deshalb gilt: wenig und oft.

  • Bis etwa 4 Monate: vier Mahlzeiten am Tag.
  • 4 bis 6 Monate: drei Mahlzeiten am Tag.
  • Ab 6 Monaten: zwei bis drei Mahlzeiten am Tag.

Viele lassen jungen Kitten tagsüber Trockenfutter stehen und geben ein oder zwei nasse Mahlzeiten dazu. Das funktioniert gut, solange du die Tagesmenge abwiegst und den Napf nicht jedes Mal auffüllst, wenn er leer aussieht. Ein Kitten, das wächst, ist gut; eines, das in die Breite wächst, weniger.

Für die Mengen hältst du dich an die Fütterungstabelle auf dem Futter und passt sie an Gewicht und Figur deines Kittens an. Wieg dein Kitten alle zwei Wochen: Eine stetige Zunahme ist genau das, was du sehen willst.

Nass, trocken oder beides?

Beides hat seinen Platz.

  • Trockenfutter für Kitten ist vollständig, praktisch und leicht abzumessen. Unser Kitten-Trockenfutter wird mit Huhn und Truthahn gemacht, in kleineren Kroketten für kleine Mäuler.
  • Nassfutter bringt Wasser und Geschmack. Das hilft, wenn dein Kitten wenig trinkt (die meisten Katzen tun das; mehr dazu in Katzen und Wasser: Warum Nassfutter zählt).

Eine praktische Routine: Kitten-Trockenfutter als Basis und einmal am Tag eine nasse Mahlzeit oder ein Filet obendrauf. Unsere Filets sind für alle Lebensphasen deklariert, also auch für Kitten geeignet, als Leckerli oder Topping, nicht als ganze Ernährung.

Die Kittenzeit ist auch die beste Zeit, um deine Katze an verschiedene Texturen und Proteine zu gewöhnen. Eine Katze, die jung Huhn, Fisch und Mischungen probiert hat, ist später oft weniger wählerisch. Unser Probierset mit zehn verschiedenen Rezepten macht das einfach.

Futter wechseln, ohne den Magen zu stressen

Wenn du umstellst, nimm dir etwa eine Woche Zeit:

  1. Tag 1–2: drei Viertel altes Futter, ein Viertel neues.
  2. Tag 3–4: halb und halb.
  3. Tag 5–6: ein Viertel altes, drei Viertel neues.
  4. Tag 7: nur noch das neue Futter.

Wird der Kot weich, mach langsamer und bleib ein paar Tage länger auf der vorherigen Stufe. Hält Durchfall länger als einen Tag an oder wirkt dein Kitten krank, ruf deine Tierarztpraxis an. Kitten trocknen schneller aus als erwachsene Katzen.

Was nicht in den Napf gehört

  • Kuhmilch. Die meisten Katzen verlieren nach dem Absetzen die Fähigkeit, Laktose zu verdauen. Milch bedeutet oft einen verstimmten Magen. Zum Trinken braucht ein Kitten nur Wasser.
  • Essen vom Teller. Zwiebeln, Knoblauch, Schokolade, Trauben und Rosinen sind für Katzen giftig, und salzige oder fettige Reste tun ihnen auch nicht gut.
  • Zu viele Leckerli. Leckerli sollten ein kleiner Teil des Tagesfutters bleiben, sonst ersetzen sie die Mahlzeiten, die die Nährstoffe liefern.

Wann auf Futter für Erwachsene umstellen

Die meisten Katzen sind mit etwa 12 Monaten bereit für Futter für Erwachsene, wenn das Wachstum nachlässt. Große Rassen wie Maine Coons wachsen länger und können etwas länger Kittenfutter bekommen. Deine Tierarztpraxis kann es dir beim Check-up zum ersten Geburtstag sagen.

Wenn es so weit ist, stellst du genauso um: langsam, über etwa eine Woche.

Kurz gesagt

  1. Fang mit dem Futter an, das dein Kitten schon kennt, und behalte es in der ersten Woche bei.
  2. Nimm Alleinfutter für Kitten oder für alle Lebensphasen.
  3. Anfangs vier kleine Mahlzeiten am Tag, weniger, je größer dein Kitten wird.
  4. Trockenfutter als Basis, Nassfutter für Wasser und Abwechslung.
  5. Über eine Woche umstellen, keine Milch, und mit etwa 12 Monaten auf Futter für Erwachsene wechseln.

Dein Kitten wird schnell groß. Irgendwann wird es auch beschließen, dass das Futter, das es letzten Monat geliebt hat, nun unter seiner Würde ist. Das ist keine Phase. Das ist eine Katze.

Jede Rezeptseite nennt die vollständige Zusammensetzung und die Futtermenge.